Zur Live Performance
"Dancing in the Dark"


Zusammenarbeit mit: dem Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund e.V. und dem Kunstleistungskurs des Neuen Gymnasiums Nürnberg

Ort der künstlerischen Auseinandersetzung: Ratsstuben am Rathhausplatz in Nürnberg

Projektzeitraum: 17.Mai 2003

Zum Projekt :
In der Blauen Nacht am 17.Mai 2003 präsentierte der Bildende Künstler Martin Sturm in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund e.V. und dem Kunstleistungskurs des Neuen Gymnasiums Nürnberg eine moderierte Live - Performance.
Zentraler Ort waren die Ratsstuben am Rathausplatz 6 in Nürnberg.

Vier Personengruppen, eine Gruppe von Blinden und drei Schüler - Gruppen mit umgebundenen Leibchen auf denen unterschiedliche alphanumerische Schriftsprachen
- lateinisch, hebräisch, kyrillisch - und die Blindenschrift in phosphoreszierendem Aufdruck zu sehen sind ergeben jeweils als einzelne Gruppe zusammenstehend, von hinten wie von vorne gelesen, das Wort BLAU. Diese Gruppen bewegen sich durch die Blaue Nacht und bewerben die Live - Performance.

Menschen unterschiedlicher Herkunft mit verschiedenen Schriftsprachen und eine Gruppe von blinden Menschen mit ihrer eigenen Schrift werden optisch durch diese Blindenschrift verbunden und gemeinsam nehmen sie als "Kunstträger" an dieser Arbeit teil.

Zur vollen Stunde treffen die "Kunstträger" mit dem interessierten Blaue Nacht - Publikum in den Ratsstuben zur Live - Performance ein. Nach einer kurzen Ansprache lädt der Bildende Künstler alle Menschen in dem abgedunkelten Raum ein zusammen mit ihm Walzer zu tanzen, um so in Kontakt miteinander zu kommen. Dies eröffnet neue Spielräume der Begegnung und der Interaktion zwischen Akteuren und Publikum. Zu sehen sind lediglich die Leibchen, bzw. deren phosphoreszierender Aufdruck, der sich mit Licht aufgeladen hat und dieses nun in der Dunkelheit wieder abgibt.

Die unterschiedlichen Schriftsprachen und die Blindenschrift vermischen sich untereinander.
In diesem Dunkelraum übernehmen jetzt die Blinden die Aufgabe ihre sehenden Mitmenschen zu führen.
Diese Live - Performance wurde von allen Beteiligten sehr gut angenommen. Bedauerlicherweise konnte aus Platzgründen aber nur ein Teil des interessierten Publikums an dieser Aktion teilnehmen.